Steigende Migration nach Österreich führt zu einer zunehmend komplexen sprachlichen Situation. Beteiligt daran sind auch taube Personen, die neu mit der österreichischen Gehörlosengemeinschaft in Kontakt kommen. Diese tauben Zugewanderten haben oft vielschichtige Sprachprofile und treffen in ihrem Zielland auf verschiedene Herausforderungen, die nicht zuletzt dadurch bedingt sind, dass ihnen sowohl die lokale(n) Gebärdensprache(n) als auch die lokale(n) Laut- bzw. Schriftsprache(n) unbekannt sind.
Anhand eines 2024 abgeschlossenen Forschungsprojekts an der Universität Graz gibt der Beitrag einen Überblick über die facettenreichen sprachlichen Situationen tauber Migrant*innen. Dabei wird auf die vielfältigen sprachlichen Repertoires dieser Menschen eingegangen und beleuchtet, welche kommunikativen Ressourcen ihre Sprachpraktiken von jenen monolingualer bzw. nicht migrierter ÖGS-Signer*innen unterscheiden und inwieweit diese Ausdruck einer holistischen Sprachkompetenz sind, die über die Grenzen von Einzelsprachen wie der Österreichischen Gebärdensprache (ÖGS) hinausgeht.
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Erscheinungsjahr: 2025
Zeitschrift: Das Zeichen
Verlag: Gesellschaft für Gebärdensprache und Kommunikation Gehörloser e.V.