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Langjähriger Aufenthalt in Österreich als Auslöser von Unsicherheiten in der eigenen Muttersprache – Eine Herausforderung für muttersprachliche Sprachlehrende?

Projektleiterin: Nataliya Frühstück

Projektbeschreibung: Viele der Fremdsprachenlehrenden weltweit leben und arbeiten im Ausland. Auch am treffpunkt sprachen gibt es Lehrende aus verschiedenen Herkunftsländern, die bereits seit Jahren oder sogar Jahrzehnten in Österreich leben und ihre Muttersprache als Fremdsprache unterrichten. Aufgrund des permanenten Aufenthalts im deutschsprachigen Raum sind diese Lehrpersonen massiv dem Einfluss der Umgebungssprache sowie der Notwendigkeit, diese alltäglich zu verwenden, ausgesetzt. Somit ergibt sich ein mehrsprachiger Lebenskontext, in dem die Betroffenen wesentlich weniger Kontakt mit ihrer Muttersprache haben als zuvor, was im Laufe der Zeit zu unvermeidlichen Veränderungen in der Sprachverwendung bzw. Sprachkompetenz führt.

Dieses Projekt untersucht, inwiefern sich dauerhaft in Österreich lebende Lehrende am treffpunkt sprachen von den entstehenden Veränderungen bzw. Unsicherheiten in ihrer Muttersprache – welche sie auch unterrichten – betroffen fühlen. Anhand eines Fragebogens wird erhoben, ob und welche Schwierigkeiten in Bezug auf die eigene Muttersprache von Lehrkräften wahrgenommen werden, z. B. Veränderung der Intonation, verlangsamte Wortfindung, Unsicherheit in der Rechtschreibung, Gewöhnung an die häufigen Fehler der Lernenden usw. Es soll dabei insbesondere der berufliche Bereich fokussiert und der Frage nachgegangen werden, inwieweit Sprachlehrende diese Phänomene als Herausforderungen in ihrem beruflichen Alltag – im Unterricht bzw. bei der Vor- oder Nachbereitung – empfinden.

Die Fragebogenergebnisse dienen in weiterer Folge als Grundlage für anschließende Gespräche mit Lehrenden, in denen ihre Angaben bezüglich der Unsicherheiten in der Muttersprache sowie einflussnehmende Faktoren in einem geschützten Rahmen genauer erläutert werden sollen. Hierbei werden auch mögliche Auswirkungen der Corona-Krise untersucht, wie z. B. Verzicht auf Reisen in das Herkunftsland und Einschränkung der sozialen Kontakte zu Landsleuten bzw. Leuten mit gleicher Muttersprache in Österreich.

Ziel dieses Projekts ist es, Lehrende zur persönlichen Reflexion der eigenen Sprachbiographie zu veranlassen und ihr Bewusstsein über sprachliche Veränderungsprozesse zu schärfen. Basierend auf den Ergebnissen soll ein Leitfaden mit Maßnahmen für den Erhalt einer hohen Muttersprachkompetenz für Sprachlehrende herausgearbeitet und hiermit ein Beitrag zur Sicherung von Qualitätsstandards in der hochschulischen Sprachenlehre geleistet werden.

Forschungsmethoden: Literaturrecherche, Fragebogen, Interviews, Auswertung der Ergebnisse

Kontakt

Nataliya Frühstück

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